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Historie

 

 

 

Das M-Lumi-System beschert jedermann strahlendes Licht und Unabhängigkeit von elektrischem Strom.

Aber wo kommt M-Lumi her?

 

 

 

 

 

Tausendfach in Südamerika und Afrika im Einsatz

Entstanden ist dieses System unter dem Namen „A-Light S“ im Jahre 2010. Die Anregung bekam Ambros Huber aus der Zusammenarbeit mit der Entwicklungshilfeorganisation „Solarprojekt Freilassing e.V.“ Alleine in Afrika sind über 600 Millionen Menschen ohne Strom. Zur Beleuchtung werden Kerosinlampen eingesetzt. Diese verbrennen nicht nur wertvolle fossile Rohstoffe, sondern belasten auch massiv die Gesundheit sowie die Umwelt. Neben dem Rauch werden ca. 160kg CO2 je Kerosinlampe freigesetzt. Immer wieder kommt es zu Bränden mit teilweise schweren Verbrennungen. Jede Familie gibt umgerechnet ca. 60€ pro Jahr an Kerosin aus.

„Made in Germany“ ist gefragt

Abhilfe schafft hier eine sparsame LED-Leuchte, die über ein Photovoltaikmodul aufgeladen werden kann. Für diese Anwendung gibt es bereits viele billige Lösungen – vorwiegend hergestellt in China.

 

Leider beinhalten diese oftmals Einwegbatterien oder Akkus mit Schwermetallen, wie z.B. NiCd. Werden diese nicht richtig entsorgt, was insbesondere bei Entwicklungsländern eine große Herausforderung darstellt, werden ganze Landstriche verseucht und die Bewohner erkranken dauerhaft. Gegen die Einwegbatterien spricht zudem noch die schlechte Energiebilanz: Für die Herstellung von Einwegbatterien wird bis zu 500 mal mehr Energie verbraucht als sie später bei der Nutzung zur Verfügung stellen.

 

Etwas teurere Li-Ionen-Akkus sind deutlich umweltfreundlicher. Zudem ist die Selbstentladung äußerst gering. Li-Ionen-Akkus sind angenehm leicht, da die Energiedichte um mehr als Faktor 5 höher ist als beispielsweise bei NiMH-Akkus.

 

Neben diesem Umweltgedanken gab es bei der Eigenentwicklung den Anspruch, ein robustes und langlebiges Produkt mit einem ausgeklügelten gleichmäßigen Leuchtkegel zu schaffen. Eine intelligente Elektronik sorgt für ein hohes Maß an Funktionalität, wie z.B. Kurzschlußsicherung, verschiedene Leuchtstufen oder SOS-Funktion. Eine weitere Ladeelektronik schützt gegen Tiefentladung, Überladung und thermische Überlastung. Ein anspruchsvolles Design sollte die Entwicklung abrunden. Ein im Boden integrierter Aufhängebügel macht aus der Stehlampe im Nu eine Hängeleuchte. Aufgrund der Form kann die Leuchte auch nicht wegrollen.

 

Für die Leuchte wurde ein Akku mit besonders hoher Speicherkapazität von 4400 mAh ausgesucht. So spendet die Leuchte bis zu 120 Stunden strahlendes Licht. Neben der Einsparung an Kerosin ergibt sich für die Besitzer noch eine weitere Geschäftsmöglichkeit: Es können mit diesem Akku auch Handys oder akkubetriebene Weltempfänger aufgeladen werden. So kann der Leuchtenbesitzer umgerechnet 10-15 cents je Handyladung erwirtschaften.

 

So entstand das „A-Light S“-System. Es kommt seit 2011 in vielen Entwicklungshilfeprojekten zum Einsatz - insbesondere dort, wo Wert auf ein nachhaltiges Produkt gelegt wird.

Auch in deutschen Haushalten sehr gefragt

Die Entwicklung und Werkzeuge haben in Summe einen sechsstelligen Betrag verschlungen. Würde man diese Kosten in den Preis für das Leuchtensystem mit einrechnen, wäre dieses für Entwicklungshilfeprojekte unattraktiv. Deshalb strebte Ambros Huber an, die Kosten durch Stückzahleffekte zu senken. Gleichzeitig fand das Produkt auch in Deutschland immer mehr begeisterte Anhänger.

 



Bild: Geschäftführer Dr. Thomas Hack (links) und Ambros Huber (rechts) der M-Lumi GmbH

Daraufhin wurde im Frühjahr 2012 zusammen mit Dr. Thomas Hack und Alfred Brendler die Firma M-Lumi gegründet. Unter der gleichnamigen Marke wird das Produkt im Europäischen Markt vertrieben und weiter entwickelt. Die M-Lumi ist in verschiedenen trendigen Farben erhältlich. Die neueste Generation der M-Lumi ist wasserdicht und verfügt jetzt über einen transportsicheren Taster.

 

Sollte die Sonne einmal nicht scheinen, stehen Netz- und KFZ-Ladegeräte zur Verfügung. Darüber hinaus ist ein einfacher USB-fähiger Ladeadapter erhältlich, mit dem sich Handys, GPS, Kameras etc. einfach aufladen lassen.

 

Die M‐Lumi wird ausschließlich in Deutschland montiert; die Komponenten soweit wie möglich aus Europa, um dem Anspruch „Made-in-Germany“ gerecht zu werden. Die Chassisteile werden am Entwicklungsstandort in Halfing gefertigt.

Ideales System zur Krisenvorsorge

Der Bundestagsausschuß für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung weist auf die Folgen eines großflächigen und längerfristigen Stromausfalls hin. Zunehmende Stürme und Überschwemmungen sowie eine zunehmend politisch angespannte Situation sollten jeden dazu bewegen, sich auf einen längeren Stromausfall vorzubereiten.

Hier bietet das M-Lumi System die ideale Lösung. Denn bei einem längeren Stromausfall benötigt man unbedingt Licht sowie Energie zum Aufladen von Handys oder Betreiben eines Weltempfängers. Das leistungsfähige Solarmodul kann die Leuchte zuverlässig laden. Der Akku ist bei Sonnenschein in rund sechs Stunden wieder voll aufgeladen.

Neben Krisenvorsorge wird die M-Lumi aber auch gerne für Camping, Angeln oder im Boot hergenommen. Ökologisch orientierte Käufer nehmen die Leuchte mit Solarpanel zum abendlichen Lesen her. Auch auf Almhütten bringt das System mittlerweile den Sennerinnen dauerhaftes Licht. Aber M-Lumi bekommt auch immer wieder Zuschriften von Nutzern, die die M-Lumi kurios anwenden: Um nachts beim Ehepartner ohne Störung ins Bett zu kommen, als Lese- oder Nachtlicht für die Kinder oder um im Hotel nachts den nervigen Toilettenlüfter nicht zu aktivieren. Ein Multi-Talent eben.